{"id":935,"date":"2021-07-04T15:44:54","date_gmt":"2021-07-04T13:44:54","guid":{"rendered":"https:\/\/mjott.de\/blog\/?p=935"},"modified":"2021-07-04T15:44:55","modified_gmt":"2021-07-04T13:44:55","slug":"darktable-2-4-und-2-6-ein-kleiner-ruckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mjott.de\/blog\/935-darktable-2-4-und-2-6-ein-kleiner-ruckblick\/","title":{"rendered":"darktable 2.4 und 2.6 &#8211; Ein kleiner R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"\n<p>Schon l\u00e4nger habe ich nichts mehr zu darktable geschrieben, was aber nicht bedeutet, dass sich nichts getan h\u00e4tte. Inzwischen sind wir einige Major-Releases weiter. Ich will im Folgenden aber nicht auf die ganze Entwicklungshistorie eingehen, sondern nur auf ausgew\u00e4hlte Neuerungen der Versionen 2.4 und 2.6 diskutieren, welche 2017 und 2018 ver\u00f6ffentlicht wurden. Die Entwicklung ging seitdem z\u00fcgig weiter und es gab seitdem gr\u00f6\u00dfere \u00c4nderungen sowohl an der Oberfl\u00e4che als auch am kompletten Bildbearbeitungs-Workflow. Auf diese Neuerungen welche darktable 3.0 bis 3.6 mit sich gebracht haben, werde ich in einem gesonderten Artikel eingehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">darktable 2.4<\/h2>\n\n\n\n<p>Version 2.4 war nach den \u00c4nderungen welche 2.2 mit sich brachte (es seien an dieser Stelle die automatische Perspektivkorektur und das &#8220;Verfl\u00fcssigen&#8221;-Werkzeug genannt) gef\u00fchlt weniger beeindruckend. Die f\u00fcr mich wichtigste Neuerung war ein Modul zur Dunstentfernung, dar\u00fcber hinaus gab es aber an vielen Stellen auch Verbesserungen im Detail. Lange erwartet und f\u00fcr f\u00fcr viele sicherlich deutlich interessanter war jedoch die Tatsache, dass mit darktable 2.4 erstmals eine offizielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Windows einzog, nachdem zuvor nur f\u00fcr Linux und Mac OS entwickelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">darktable 2.6<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine breite Palette neuer Funktionen brachte darktable 2.6 mit sich. &#8220;Verfl\u00fcssigen&#8221; aus Version 2.2 wurde erg\u00e4nzt um das Modul &#8220;Retusche&#8221;. Dieses stellt verschiedene Varianten dessen Bereit, was von GIMP oder Photoshop als Kopierstempel oder Reparatur-Werkzeug bekannt ist. Das Retusche-Modul arbeitet im Frequenzbereich und kann dadurch einerseits Bereiche von einem Teil des Bildes in einen anderen nahtlos kopieren, oder etwa bestimmte Strukturen \u00fcberzeichnen w\u00e4hrend andere (etwa Hautporen) erhalten bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine, vor allem im Hinblick auf die weitere Entwicklung von darktable sehr wichtige Neuerung stellt das Modul &#8220;Filmisch&#8221; zusammen mit den \u00c4nderungen an dem Modul Farbbalance dar. &#8220;Filmisch&#8221; ist der Beginn einer Reihe von \u00c4nderungen in der kompletten Verarbeitungs-Pipeline von darktable die darauf abzielen, Berechnungen auf ein physikalische begr\u00fcndetes Fundament zu stellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin erweitert darktable 2.6 das Modul &#8220;Farbbalance&#8221; um zus\u00e4tzliche Arbeitsfarbr\u00e4ume und die M\u00f6glichkeit Farbstiche in Schatten, Mittelt\u00f6nen und Lichtern automatisch zu neutralisieren. Die profilbasierte Entrauschung wurde ebenfalls erweitert und bietet nun mehr Einstellm\u00f6glichkeiten um die St\u00e4rke der Entrauschung abh\u00e4ngig von Bildinhalten zu beeinflussen. Grobe Strukturen k\u00f6nnen so st\u00e4rker entrauscht werden w\u00e4hrend feine Strukturen besser erhalten bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine bedeutende Verbesserung stellt die die kantensensitive Maskierung von Bildinhalten (&#8220;guided mask blur&#8221;) dar. Um die Bearbeitung auf bestimmte Bildinhalte zu beschr\u00e4nken muss nun nicht mehr anhand von parametrischen oder gezeichneten Masken pr\u00e4zise der gew\u00fcnschte Bildbereich ausgew\u00e4hlt werden. Das kantensensitiver Filter erlaubt es, eine grob gezeichnete Maske anhand der Strukturen im Bild automatisch zu verfeinern, in vielen F\u00e4llen funktioniert das \u00fcberraschend gut und stellt so eine deutliche Erleichterung dar. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine kleinere \u00c4nderung stellt die Tatsache dar, dass bei der Verwendung mehrerer Modulinstanzen diesen jeweils eigene Namen zugewiesen werden k\u00f6nnen. darktable nutzt diese um ggf. beim Kopieren von Bearbeitungen von einem Bild zum n\u00e4chsten die Einstellungen der korrekten Modulinstanz zuzuordnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon l\u00e4nger habe ich nichts mehr zu darktable geschrieben, was aber nicht bedeutet, dass sich nichts getan h\u00e4tte. Inzwischen sind wir einige Major-Releases weiter. Ich will im Folgenden aber nicht auf die ganze Entwicklungshistorie eingehen, sondern nur auf ausgew\u00e4hlte Neuerungen der Versionen 2.4 und 2.6 diskutieren, welche 2017 und 2018 ver\u00f6ffentlicht wurden. 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