darktable 2.4 und 2.6 – Ein kleiner Rückblick

Schon länger habe ich nichts mehr zu darktable geschrieben, was aber nicht bedeutet, dass sich nichts getan hätte. Inzwischen sind wir einige Major-Releases weiter. Ich will im Folgenden aber nicht auf die ganze Entwicklungshistorie eingehen, sondern nur auf ausgewählte Neuerungen der Versionen 2.4 und 2.6 diskutieren, welche 2017 und 2018 veröffentlicht wurden. Die Entwicklung ging seitdem zügig weiter und es gab seitdem größere Änderungen sowohl an der Oberfläche als auch am kompletten Bildbearbeitungs-Workflow. Auf diese Neuerungen welche darktable 3.0 bis 3.6 mit sich gebracht haben, werde ich in einem gesonderten Artikel eingehen.

darktable 2.4

Version 2.4 war nach den Änderungen welche 2.2 mit sich brachte (es seien an dieser Stelle die automatische Perspektivkorektur und das „Verflüssigen“-Werkzeug genannt) gefühlt weniger beeindruckend. Die für mich wichtigste Neuerung war ein Modul zur Dunstentfernung, darüber hinaus gab es aber an vielen Stellen auch Verbesserungen im Detail. Lange erwartet und für für viele sicherlich deutlich interessanter war jedoch die Tatsache, dass mit darktable 2.4 erstmals eine offizielle Unterstützung für Windows einzog, nachdem zuvor nur für Linux und Mac OS entwickelt wurde.

darktable 2.6

Eine breite Palette neuer Funktionen brachte darktable 2.6 mit sich. „Verflüssigen“ aus Version 2.2 wurde ergänzt um das Modul „Retusche“. Dieses stellt verschiedene Varianten dessen Bereit, was von GIMP oder Photoshop als Kopierstempel oder Reparatur-Werkzeug bekannt ist. Das Retusche-Modul arbeitet im Frequenzbereich und kann dadurch einerseits Bereiche von einem Teil des Bildes in einen anderen nahtlos kopieren, oder etwa bestimmte Strukturen überzeichnen während andere (etwa Hautporen) erhalten bleiben.

Eine, vor allem im Hinblick auf die weitere Entwicklung von darktable sehr wichtige Neuerung stellt das Modul „Filmisch“ zusammen mit den Änderungen an dem Modul Farbbalance dar. „Filmisch“ ist der Beginn einer Reihe von Änderungen in der kompletten Verarbeitungs-Pipeline von darktable die darauf abzielen, Berechnungen auf ein physikalische begründetes Fundament zu stellen.

Weiterhin erweitert darktable 2.6 das Modul „Farbbalance“ um zusätzliche Arbeitsfarbräume und die Möglichkeit Farbstiche in Schatten, Mitteltönen und Lichtern automatisch zu neutralisieren. Die profilbasierte Entrauschung wurde ebenfalls erweitert und bietet nun mehr Einstellmöglichkeiten um die Stärke der Entrauschung abhängig von Bildinhalten zu beeinflussen. Grobe Strukturen können so stärker entrauscht werden während feine Strukturen besser erhalten bleiben.

Eine bedeutende Verbesserung stellt die die kantensensitive Maskierung von Bildinhalten („guided mask blur“) dar. Um die Bearbeitung auf bestimmte Bildinhalte zu beschränken muss nun nicht mehr anhand von parametrischen oder gezeichneten Masken präzise der gewünschte Bildbereich ausgewählt werden. Das kantensensitiver Filter erlaubt es, eine grob gezeichnete Maske anhand der Strukturen im Bild automatisch zu verfeinern, in vielen Fällen funktioniert das überraschend gut und stellt so eine deutliche Erleichterung dar.

Eine kleinere Änderung stellt die Tatsache dar, dass bei der Verwendung mehrerer Modulinstanzen diesen jeweils eigene Namen zugewiesen werden können. darktable nutzt diese um ggf. beim Kopieren von Bearbeitungen von einem Bild zum nächsten die Einstellungen der korrekten Modulinstanz zuzuordnen.

Reusing Lenovo Thinkpad Webcams

Lenovo Thinkpad Webcam FRU 04X5729 with custom soldered connector

In this post I briefly document document of pinout of Lenovo Thinkpad webcam FRU 04X5729 and how to reuse it, in case you stripped one from a broken laptop display.

This webcam is attached to the wiring inside the display by a small connector with seven pins. Three of them are used to connect the microphones (the small golden circles at the left and right side in the image above). The remaining four are wired to the USB interface of the camera sensor. The table below describes the pinout counted from right to left if the camera is front-facing like in the picture above (thus: from the inside to the outside).

PinDescriptionUSB Wire Color
1Unknown
2Unknown
3Unknown
4GNDblack
5D+green
6D-white
7VBUS (3,3V)red
Connector Pinout Counted from Inside (Camera) to Outside (Microphone)

The webcam itself operates at a voltage of 3,3V, while external USB devices have an operating voltage of 5V. Using a step-down converter or linear voltage regulator to reduce the USB supply voltage to 3,3V would be the clean solution. However, the voltage drop of two simple silicon rectifier diodes (e.g. 1N400x familiy) added in series to VBUS is also sufficient in my experience.

It is quite difficult to solder a wire directly to the PCB. There are test points beyond the connector, one for each pin. Yet, they are pretty weak so if you manage to solder a wire to them, they may easily be stripped off the PCB. An approach which worked better for me was to carefully pry away the upper plastic part of the connector. This way, it is possible get good access to the contact pins of the connector. By bending them a bit upwards and away from each other, one can get enough clearance to solder a wire to each of them. Since this is still pretty fragile, it is a good idea to generously add some hot glue after performing a first function test.

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